Discovery Systeme
Was früher in Bibliotheken die Zettelkataloge waren, später OPACs (Online Public Access Catalogue), sind heute Discovery-Systeme.
Im Hintergrund liegt immer noch die Arbeit von Bibliothekar:innen in der Medienbearbeitung, Erwerbung und Katalogisierung, aber diese in Eigenarbeit erstellten Daten werden in der digitalen Welt nun mit Daten aus anderen Datenpools angereichert, vernetzt und in Discovery-Systemen aufbereitet.
Bibliotheken können daher ihren Benutzer:innen eine viel größere Datengrundlage für die Informationssuche bereitstellen und zeitgemäße Suchmöglichkeiten anbieten.
Für die Ausgestaltung der Idee dieses Textes, einzelne Formulierungen und die Grundstruktur habe ich mit ChatGPT gearbeitet.
Der Zettelkatalog als Wegweiser
Früher war die Ordnung der Bibliothek physisch greifbar.
Du bist mit einer Idee gestartet: Ich will etwas über Ordnung, Metadaten und über das Suchen und Finden in Bibliotheken erfahren.
Der Zettelkatalog führt dich auf den richtigen Weg. Es ist nicht schwer, das Prinzip dieses Labyrinths zu verstehen.
Du kannst zwischen unterschiedlichen Routen wählen. Orientiere dich nach: Autor, Titel, Thema.
Jeder Zettel enthält einen entscheidenden Hinweis, der dich auf die richtige Spur führt: die Signatur. Sie verrät dir, wo das Buch eingeordnet ist: in welchem Regal, in welcher Reihe, in welchem Fach.
Auf deinem Weg kannst du unterschiedliche Richtungen einschlagen, einige Rätsel sind zu lösen, aber am Ende wartet als Belohnung eine Information auf dich.
Das Discovery-System als Portal zur Bibliothekswelt
Heute betreten die meisten Menschen Bibliotheken zuerst durch ein virtuelles Portal, ein fast magisches Navigationsinstrument, das Discovery-System.
Das Suchfeld leuchtet vor dir wie ein Tor zu einer anderen Welt. Du gibst ein Stichwort ein und schon erwacht das System zum Leben.
Pfade verzweigen sich in alle Richtungen: Bücher, Zeitschriften, Artikel, E-Books, Datenbanken…
Du klickst auf einen Treffer und findest eine Fülle an Metadaten. Klare Hinweise, Autor, Titel, Standort, aber auch verborgene Hinweise: ähnliche Werke, verwandte Themen, Empfehlungen.
Filter wirken wie Zauber, die das Chaos ordnen: Medientyp, Erscheinungsjahr, Sprache, Thema… Mit jedem gesetzten Filter lichtet sich der Nebel, bis nur noch die relevantesten Schätze übrig bleiben.
Manche Ressourcen sind digital und damit mit einem Klick sofort greifbar.
Andere verlangen, dass du dich real auf den Weg machst: Notiere dir die Signatur, durchquere die Regalreihen und finde das richtige Fach.
Am Ende deiner Reise verlässt du die Bibliothek nicht nur mit Informationen, sondern mit dem Gefühl, die Welt des Wissens ein Stück besser verstanden zu haben.
Metadaten
Und hast du dich schon mal gefragt, was hinter diesem Wunderwerk liegt? Wie findet das Buch, die Zeitschrift, der Artikel, wie finden die Medien ihren Weg in das Discovery-System.
Das Geheimnis ist leicht zu lüften: Die Bibliothekar:in weist ihnen den Weg. Sie erwirbt das Medium und bearbeitet die Rechnung. So wird das Medium in Empfang genommen.
Die Bibliothekar:in rückt ihren Stuhl näher an den Bildschirm. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit: Katalogisierung. Sie tippt konzentriert: Medientyp, Sprache, Autor, Herausgeber, Titel, Jahr, Ort, Verlag…
Ist der Name des Verfassers eindeutig? Sie durchsucht die Normdaten, bis sie die richtige Person, die richtige Institution (Körperschaft) gefunden hat. Ein Klick, und der Name ist nicht mehr nur Text, sondern eindeutig verknüpft. Sie ergänzt Schlagwörter, ordnet eine Klassifikation zu.
Im Hintergrund beginnt es zu arbeiten, das System greift nach den Daten und verknüpft weitere, Metaindexdaten, einen Pool von Artikeldaten, Abstracts, digitalen Zugriffsdaten. Begriffe werden geordnet, gewichtet, verknüpft. Alles wird durchsuchbar gemacht.
Die Bibliothekar:in bearbeitet das Buch für die Bereitstellung. Vergibt eine Signatur. Soll es ausleihbar sein? Welchen Standort bekommt es? Lesesaal? Freihandbestand? Nun geht es endlich auf ins Regal.
Wunderwerk
Dann, irgendwo zuhause oder in der Bibliothek, tippt eine Benutzer:in einen Suchbegriff im Discovery-System ein. Und da ist das Buch wieder, genau im richtigen Moment, an genau der richtigen Stelle.
Nicht durch Zufall. Nein, durch Menschen, die Tag für Tag ihre Arbeit machen, engagiert und gewissenhaft.